The Legend of Zelda: Majora`s Mask 3D

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Im Februar 2015 brachte Nintendo die überarbeitete Fassung des Nintendo 3DS auf den Markt, den New Nintendo 3DS. Für seinen Vorgänger den Nintendo 3DS, war bereits vorab die überarbeitete Fassung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erschienen, weswegen man nun praktischerweise daran anknüpfte und zu dem neuen Handheld The Legend of Zelda: Majora`s Mask 3D als Remake auf den Markt brachte. Und genau dieses Spiel habe ich mir nun mal näher angesehen.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Titel The Legend of Zelda: Majora`s Mask 3D um das Remake des Titels The Legend of Zelda: Majora`s Mask aus dem Jahr 2000. Hierbei handelte es sich nicht nur um den direkt im Anschluss folgenden Titel auf The Legen of Zelda: Ocarina of Time, sondern auch um den zeitlichen Nachfolger, der wie bereits der Vorgänger für den N64 erschienen ist.

Zugegeben, bei The Legend of Zelda: Majora`s Mask handelte es sich nun wahrlich nicht um meinen liebsten Titel. Um es aber ganz genau zu nehmen, habe ich das Spiel sogar gehasst. Im Rückblick betrachtet denke ich heute, dass ich vielleicht einfach zu jung für das Spiel war und mit meinen 12 Jahren noch nicht richtig einordnen konnte, was alles dahinter steht.

Klar ist aber, dass ich schon damals ein riesen Zelda Fan war und an diesem Titel im Verhältnis zu anderen Zelda Teilen einiges anders sein muss, wenn ich es doch so gehasst habe. Und genau so ist es auch. Denn betrachtet man Majora´s Mask im Vergleich zu den bereits erschienen und bekannten Zelda Titeln, so wirkt es doch sehr düster und ist abgesehen davon auch um ein vielfaches schwerer. Dazu kommt noch, dass es eher aus einer geringen Anzahl von Dungeons besteht, dafür aber eine erhebliche Masse an Nebenaufgaben aufweist. Dennoch konnte all dies nicht bei mir punkten, weswegen Majora`s Mask bei mir eher einen der hinteren Plätze auf der Punkteskala erreicht hat.

Trotz den oben aufgeführten Punkten befand mein Freund es dennoch für richtig, mir eben dieses Remake, mitsamt dem New Nintendo 3DS zu schenken. Und auch wenn es sicherlich nicht der liebste Titel ist, freut man sich doch über die Maßen über das neue Spiel. Obwohl ich gestehen muss, dass mir schnell Zweifel kamen. Denn vorab hatte ich mich schon online über das Remake erkundigt und hier erfahren, das man es wohl deutlich vereinfacht hat und auch den Texturen rumgeschraubt wurde, sodass mir alles was ich sah, so vollkommen aus dem Kontext gerissen, gar nicht gefiel.

Dennoch habe ich mich schnell dazu aufgerafft den Titel einzulegen und das Spiel zu starten und irgendwie, warum auch immer, fühlte ich mich wieder wie eine 12-Jährige.

Zur Story (Achtung Spoilergefahr)

Alles beginnt mit der Erzählung von Link und den bereits vergangenen Taten. Das er es schaffte ein Land wieder in Einklang zu bringen und dadurch selbst zu einer Legende wurde. Doch im Anschluss daran machte er sich zu einer weiteren Reise auf, einer Reise, die nur ihn betraf, um einen verschwundenen Freund zu suchen. Seine Fee Navi.

Damit erhaschen wir den ersten Blick auf unseren Helden, der scheinbar geistesabwesend auf seinem Pferd Epona sitzt und durch die verlorenen Wälder reitet. So merkt er auch nichts, als sich im auf einmal zwei unbekannte Feen und ein Horror Kid nähern, welches eine bunte Maske trägt. Die beiden Feen preschen auf Epona zu und das Pferd erschrickt sogleich, weswegen die junge Stute scheut und Link von deren Rücken hart auf den Boden knallt. Als er wieder zu sich kommt, erblickt er das Horror Kid, welches Links Gepäck durchstöbert und ihn um seine Ocarina erleichtert. Mitsamt der Ocarina flüchtet das Horror Kid nun mithilfe von Epona, weswegen unser Held die Verfolgung zu Fuß aufnehmen muss.

In einer Höhle trifft Link dann erneut auf das Horror Kid und die beiden Feen. Doch das Horror Kid scheint weniger erfreut darüber, dass Link es bis hierher geschafft hat, weswegen es offensichtlich einen Zauber anwendet und Link in einen Deku verwandelt. Eine Pflanzen ähnliche Gestalt. In einer Wasserpfütze sieht Link dann sein neues Antlitz und scheint starr vor schrecken. Bis er sieht, das das Horror Kid mitsamt seinen Feen abermals fliehen will. Somit fasst sich der junge Held ein Herz und rennt auf die Tür zu. Doch eine der beiden Feen attackiert ihn, weswegen er den Anschluss verpasst. Allerdings wurde nun auch die Fee vom Horror Kid und ihrem Bruder abgeschnitten, warum sie Link nun anfährt und ihm die Schuld in die Schuhe schiebt. Nachdem sie dann allerdings merkt, dass sie ohne die Hilfe von Link festsitzt, bittet sie ihn darum, die Tür zu öffnen und die Verfolgung erneut aufzunehmen.

Nach geraumer Zeit erreichen Link und Taya nun gemeinsam die Tore zu Unruh-Stadt. Doch noch bevor sie diesen Ort betreten können, treffen sie auf den Maskenhändler, der Link und Taya sein Leid klagt. Er berichtet davon, dass er vor einigen Tagen von einem Kobold überfallen wurde, der eine für ihn sehr wichtige Maske gestohlen hat. Abgesehen davon erklärt er Link, dass er den Weg zu seiner ursprünglichen Form kennt. Der Maskenhändler verspricht unserem Helden, ihm aus der Miesere zu helfen unter der Bedingung, dass er dem Maskenhändler binnen 3 Tagen seine Maske zurückbringt und sich selbst seine Ocarina zurückholt.

Im Anschluss an das Gespräch mit dem Maskenhändler betritt Link dann gemeinsam mit Taya Unruh-Stadt auf der Suche nach dem Horror Kid und stolpert damit, ohne es zu wissen in sein nächstes großes Abenteuer. Hat er dann einige Hinweise zum Verbleib des Horror Kids erhalten, wird unser Held ihm in der Nacht des dritten Tages gegenüberstehen. Er schafft es damit zwar, sich seine Ocarina zurückzuholen, doch die Maske bleibt weiterhin im Besitz des Horror Kids, welches ganz nebenbei noch den Mond beschworen hat, der in wenigen Minuten auf die Erde stürzen wird, um diese zu vernichten.

Somit lauten die weiteren Aufgaben des Spiels, Majora`s Mask zu finden, dem Horror Kid abzunehmen und zurück zum Maskenhändler zu bringen, sowie den Aufschlag des Mondes zu verhindern.

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In The Legend of Zelda: Majora`s Mask oder auch Majora`s Mask 3D treffen wir auf eine Vielzahl uns bereits bekannter Charaktere, die aber nun andere Aufgaben als in Ocarina of Time übernehmen und mit neuen Namen versehen wurden. Dennoch werden wir im Laufe des Spiels immer wieder an dessen Vorgänger erinnert. Sei es durch die verschiedenen Melodien, die übrigens mal wieder von Koji Kondo stammen oder aber auch durch verschiedene Anspielungen auf den Vorgänger.

Die Steuerung ist recht einfach und ergibt sich im Großen und Ganzen von selbst. Genutzt werden der Control Stick plus die Knöpfe, wie auch das Touchpad. Um aber auch alle Unklarheiten für Einsteiger zu beseitigen, gibt es immer wieder Informationen die euch eure Fee Taya oder verschiedene Schilder Bezug nehmend auf die Steuerung mitteilen. Alternativ öffnet sich beim Finden neuer Items automatisch ein Dialogfenster, welches euch die jeweilige Nutzung erklärt.

In puncto Grafik hat das Remake noch eine ordentliche Schippe, verglichen mit dem Original, nachgelegt. So wirkt das Gras nun vielmehr wie Gras und auch die unterschiedlichsten Verzierungen sind nun einwandfrei als solche zu erkennen. Lediglich die Farbwahl ist vielleicht stellenweise doch etwas sehr hell ausgefallen, sodass man schnell denken könnte, dass dies die dunkle und doch eher düstere Atmosphäre des Spiels stört. Zumindest wenn man diese einzeln betrachtet. Allerdings muss ich sagen, dass die etwas freundlichere Farbgestaltung dem Spiel selbst nicht schadet, obgleich ich mir etwas dunklere Töne durchaus gewünscht hätte.

Mein Fazit: Wie bereits erwähnt gehört The Legend of Zelda Majora`s Mask nicht gerade zu meinen Top Ten der bei mir beliebtesten Titeln. Dennoch würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir das Remake keinen Spaß gemacht hat. Ganz im Gegenteil. Trotz meiner anfänglichen Skepsis konnte mich das Spiel davon überzeugen, dass ein Remake durchaus lohnenswert war.

Nie hätte ich gedacht, dass es mir jemals so viel Freude machen würde Unruh-Stadt noch einmal zu betreten. Doch in diesem Moment, indem Link den Uhrturm verlassen hat, war ich wieder zwölf und überglücklich. Es war einfach total faszinierend alle Neuerungen zu entdecken und einfach mal mitten in der Menge stehen zu bleiben, um die neuen Texturen zu bestaunen, die mehr als eindrucksvoll waren.

Und umso mehr ich spielte, umso besser gefiel mir das Remake. Der Einfluss auf die Zeit ist nun ganz anders, sodass man nicht nur einfach zum nächsten Tag reist, sondern die Uhrzeit auch stundengenau festlegen kann. Eine echte Erleichterung besonders in Anbetracht der Kafei und Anju Questreihe.

Der Grone lässt sich wirklich toll steuern, weswegen man nicht mehr mit einem hochroten Kopf vor dem Spiel sitzt, wenn man mit diesem losziehen muss. Anstelle von 6 Flaschen kann man nun 7 Flaschen erhalten und die durch die Feen erlernbaren Fertigkeiten sind nun wesentlich sinnvoller angeordnet als noch in der Originalfassung.

So könnte ich sicherlich noch eine ganze Weile weiter machen, aber würde ich das tun, so würde ich euch jeglichen Spaß und jegliche Freude daran nehmen, den Titel selber zu spielen und das ist nicht mein Zeil. Dennoch möchte ich noch einmal kurz betonen, dass ich nicht alle Änderung als gelungen abhaken kann. Denn was mir überhaupt nicht gefällt ist die Tatsache, dass der Zora nicht mehr sonderlich schnell unterwegs ist. Möchte man mit diesem so richtig auf Hochtouren kommen, so muss man unter Wasser den Energieschild betätigen und Magie dafür opfern.

Abgesehen davon sollte das Spiel meines Wissens nach für Einsteiger erleichtert werden. Was ich in diesem Fall dann allerdings nicht verstehe ist, warum es stellenweise wesentlich schwerer geworden ist und Dinge, die früher einfach waren, heute zum  Gegenteil geändert wurden.

Dennoch, auch wenn mich die Sache rund um den Zora mehr als ärgert, muss ich sagen, dass das Remake durchaus gelungen ist und ich nie gedacht hätte, dass ich jemals so viel Spaß an The Legend of Zelda: Majora`s Mask haben würde. Von daher kann ich die 3D-Fassung nur besten Wissens und Gewissens empfehlen und wünsche euch viel Spaß beim selber Spielen.

Wer nun immer noch nicht genug zu diesem Titel gelesen hat, der kann hier noch etwas zu den Hintergrund Theorien erfahren oder ihr schaut einfach Mal in die Kategorie Derzeit im Test, wo ich zu jedem einzelnen Spielabschnitt einen Beitrag geschrieben habe.

 

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