The Legend of Zelda: Majora`s Mask und seine Theorien und Geschichten

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Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Zelda Titeln die für die unterschiedlichsten Konsolen herausgekommen sind. Allerdings ist es wohl so, dass es rund um das Spiel The Legend of Zelda: Majora`s Mask die meisten Geschichten und Theorien gibt, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Sicherlich liegt das mit unter daran, dass kein anderer Zelda Titel so düster ist und so viele Fragen offen lässt. Darum habe ich mir einfach mal die verschiedenen Theorien und Geschichten hinter dem Spiel angesehen:

Link ist in The Legend of Zelda: Majora`s Mask bereits tot:

Ich glaube bei dieser Aussage handelt es sich wohl um eine jener Theorien, die wir am häufigsten hören. So gibt es durchaus einige Spieler, die der Meinung sind, dass Link bereits tot ist. Sterben soll er, bevor wir die ersten Schritte mit ihm gehen, wobei der genau Todeszeitpunkt nicht klar festgelegt ist. Folgende Argumente sollen diese Theorie unterstützen:

Nachdem wir mit Link die Verfolgung des Horror Kids aufnehmen, stürzt er einen Abhang hinunter, welcher so tief ist, dass er den Sturz weder realistisch noch aus spielerischer Sichtweise betrachtet überleben kann. Wenig später trifft Link dann auf den Maskenhändler, der immer wieder betont, dass es das Schicksal nicht gut mit unserem Helden gemeint hätte. Dazu kommt noch, dass wir in Unruh-Stadt lauter Menschen antreffen, die uns bereits aus Ocarina of Time bekannt sind. Doch sie erkennen Link nicht und anscheinend erkennt auch Link diese Leute nicht. Dies sorgt für das Argument, dass Link in einer von ihm erschaffenen Welt gelandet ist, um seinen eigenen Tod, nach den 5 Phasen der Trauer zu verarbeiten.

1. Phase Verleumdung

Betritt Link Unruh-Stadt, wird schnell klar, dass die Leute hier in Bezug auf den Absturz des Mondes geteilter Meinung sind. Aber es gibt einige unter ihnen, die der Meinung sind, der Mond werde nicht abstürzen und man solle sich nun weiter auf den Karneval vorbereiten. Somit wird das Unausweichliche einfach verdrängt und man tut weiterhin so, als wäre alles in Ordnung.

2. Phase Aggression

Als Nächstes verschlägt es unseren Helden in den Sumpf, wo wir tatsächlich auf sehr große Aggression treffen. Denn der König der Dekus möchte einen der kleinen Affen hinrichten, da er der festen Überzeugung ist, dieser hätte seine Tochter, die Deku-Prinzessin entführt. Der Affe weist zwar immer wieder darauf hin, dass dies ein Monster war, aber man schenkt ihm keinerlei Beachtung, sodass die Wut den König offensichtlich blind für alles andere macht. Und auch nachdem seine Tochter wieder aufgetaucht ist, bleibt die Stimmung eher brodelnd, da diese nun ihrem Vater gegenüber sehr aggressiv ist und diesen aufgrund seines Einfalls den Affen zu töten, zurecht weist.

3. Phase egozentrische Schuld

In dieser Phase gibt sich der Trauernde an allem selbst die Schuld und schauen wir mal weiter im Spiel, stimmt auch das überein. Denn als Nächstes betritt Link die Berge und trifft hier auf den Geist von Darmani III. Dieser ist noch an das Diesseits gefesselt, da er sich nicht vergeben kann, versagt zu haben. Er ist der Meinung er hätte den Pic Hibernia bezwingen müssen, um sein Volk zu retten und da er jetzt versagt hat, wird sein Volk erfrieren.

4. Phase Verzweiflung

Auch diese finden wir, wenn wir uns an der Schädelküste genauer umsehen, denn genau genommen, besteht diese nur aus Verzweiflung. Der Fischer weiß nicht mehr weiter, da er keine Fische mehr fange kann. Die Zora Band die IndiGoGos können nicht auftreten, da Sängerin Lulu ihre Stimme verloren hat und abgesehen davon fällt auch keinem ein brauchbarer Song ein. Zu allem Überfluss wurden Lulu noch ihre Eier von den Piratinnen gestohlen und Gitarrist Mikau stirbt bei dem Versuch, diese zurück zu beschaffen.

5. Phase Akzeptanz

Im Ikana Canyon ist Link dann nur noch so vom Tod umgeben. Es geht um ein untergegangenes Königshaus, sowie um Zombies, Gibdos, Geister und dergleichen. Werfen wir nun einen genauen Blick auf das Königshaus und hier auf Igos du Ikana, so bedient dieser sich der Worte: „Das Königreich ist zerstört und wir sind, was wir sind…“

Geht man nun noch davon aus, dass das Wort Termina, welches der Name der Welt ist, in der Link sich befindet, ggf. von dem Wort Terminus abgeleitet wurde was im Englischen so viel wie Endstation oder auch aus dem Latein so viel wie Grenze bedeutet, so könnte man durchaus davon ausgehen, dass man hiermit die Grenze zum Jenseits beschreiben will und Link tatsächlich einen Tod verarbeiten soll, was wiederum möglicherweise Grund dafür wäre das Link diese 3 Tage immer wieder wiederholt. Vielleicht um selber damit abzuschließen und den Lauf der Dinge zu akzeptieren.

Link ist nicht tot:

Natürlich gibt es zu dieser Theorie auch Gegenargumente, die besagen, dass Link in Majora`s Mask noch lebendig ist. Dazu schauen wir noch einmal im Ikana Canyon vorbei, wo wir die Elegie des Leeren Herzens lernen. Mit diesem Lied sind wir in der Lage 4 Abbilder von uns zu erschaffen. Eines vom Deku, eines vom Goronen, eines vom Zora und eines von Link selbst. Betrachtet man nun die Gesicherter der Abbilder, so wird einem schnell auffallen, dass die Abbilder der Verwandlungsmasken keine Pupillen mehr haben. Ein Sinnbild dafür, dass die ursprünglichen Lebewesen, die uns die Masken beschert haben, verstorben sind. Im Fall von Link, verhält es sich aber anders, denn sein Abbild verfügt durchaus noch über Pupillen.

Des Weiteren sollten wir uns an den Geist des Komponisten Dur erinnern. Er taucht an einer Quelle auf und versucht uns töten. Zuvor sagt er aber noch Folgendes: „Dies ist kein Ort für jemanden, der so voller Leben ist wie du. Oder willst du etwa in unsere Reihen wechseln? So soll es sein…“ Wäre Link bereits verstorben, so würde diese Aussage gar keinen Sinn machen.

Das wichtigste Argument in diesem Fall ist aber wohl folgendes: Gehen wir mal über Majora`s Mask hinaus in Richtung Twilight Princess, so erinnern wir uns sicherlich daran, dass wir Link zeitweise in einer Wolfgestalt spielen. Heult er als Wolf spezielle Orte an, so treffen wir auf einen Staflos Ritter, der uns neue Fertigkeiten beibringt. Es ist bekannt das sich bei diesem Staflos um den Link handelt, den wir aus Majora`s Mask kennen. Doch wäre Link bereits als Kind in den verlorenen Wäldern verstorben, so wäre er ein Horror Kid und kein Staflos geworden. Was wiederum bedeutet Link ist zwar in den Verlorenen Wäldern gestorben, allerdings als Erwachsener. Da wir diesen aber in Majora`s Mask nur als Kind spielen, kann er eigentlich noch nicht tot sein.

Dennoch wird die Geschichte auch dadurch nicht weniger traurig. Denn dass würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Link nicht versucht seinen Tod, sondern den seiner Freundin Navi zu verarbeiten, scheitert und nach den Abenteuern in Unruh-Stadt weiter zieht, um sie zu suchen. Das würde im Übrigen auch wieder erklären, warum Link als Staflos immer wieder andeutet, dass er in der Vergangenheit einen Fehler gemacht hat.

Der Maskenhändler:

Auch um diesen Charakter ranken sich die verschiedensten Ideen und Theorien. Klar ist in jedem Fall, dass wir es hier mit einer durchaus merkwürdigen Person zu tun haben. Der Maskenhändler scheint zwei Gesichter zu haben und seine Laune kann von jetzt auf gleich umschlagen. Besonders interessant ist allerdings, dass es ihm im Spiel hauptsächlich darum geht, Majora`s Mask zurück zu erhalten. Was dabei aus Termina wird, scheint ihm egal. Abgesehen davon ist fragwürdig, warum er Link die Frist von 3 Tagen setzt, sprich genau zu der Zeit, in der der Mond auf die Erde trifft.

Weitere Dinge, die in Bezug mit dem Maskenhändler auffällig sind, ist es, dass er offensichtlich aus dem nichts eine Orgel erschafft, um Link das Lied der Befreiung zu lehren. Und hat man das Spiel dann endlich beendet und erblickt den Abspann, wird der Maskenhändler in diesem einfach verschwinden. Er löst sich mehr oder weniger in Luft auf.

Dies sind alles Bausteine für die Theorien, dass der Maskenhändler tot ist oder aber durch verschiedene Parallelwelten reisen kann. Sollte letztere Theorie zutreffend sein, so wäre fraglich, warum er Link nicht erkennt. Andererseits muss man dem Maskenhändler in Ocarina of Time ja nicht zwangsläufig begegnen.

Majora`s Mask mithilfe des Mangas betrachtet: 

Das es zu den unterschiedlichen Zelda-Titeln Mangas gibt, ist Mittlerweile ein alter Hut. Dennoch sollte man vielleicht mal einen Blick riskieren. Der Manga zum Spiel Majora`s Mask erschien bereits im Jahr 2001, sprich verhältnismäßig zeitgleich mit dem Spiel. Allerdings hält er sich nicht zu 100 % an die Story und lässt uns bestimmte Dinge vielleicht aus einer anderen Sichtweise betrachten und liefert uns im Übrigen auch Antworten zu der Entstehungsgeschichte von Majora`s Mask.

Nachdem Link im Manga zum ersten Mal Unruh-Stadt betritt, läuft einiges anders als im Spiel ab. Denn Link erkennt die Menschen hier, stellt allerdings schnell fest, dass sie anders heißen und offensichtlich anderen Tätigkeiten nachgehen und keinerlei Ahnung davon haben, wer er ist. Spricht er sie auf Hyrule an, ist ihnen der Name des Landes fremd. Sie bezeichnen es stellenweise sogar als eine andere Welt.

Schauen wir nun noch einmal ins Spiel und zwar an die Stelle, in der Link in den Abgrund stürzt und man während seines Falls die verschiedenen bunten und lustigen Masken sieht, erinnert mich das doch alles stark an Alice im Wunderland. Somit könnte dies die Theorie der Parallelwelt unterstützen. Vielleicht stürzt Link genau in diesem Moment in eine andere Welt, die neben Hyrule existiert.

Betrachtet man nun noch einmal das Ende des Spiels, so fragt Taya ihn, ob er sich nun nicht um seine eigenen Sachen kümmern will, weswegen Link auf Epona steigt und los reitet, um weiterhin nach Navi zu suchen. Obwohl er in Termina neue Freunde gefunden hat. Nämlich zwei weitere Feen und das Horror Kid. Vielleicht besiegelt Link genau an dieser Stelle sein Todesurteil, denn wer weiß ob er es überhaupt schafft diese Parallelwelt wieder zu verlassen, weswegen er Jahre später in den verlorenen Wäldern stirbt. Gegebenenfalls ist genau dies die falsche Entscheidung von der der Staflos in Twilight Princess gesprochen hat.

Nun es ist wohl vollkommen irrelevant, da keine dieser fixen Ideen jemals von Nintendo bestätigt wurde, weswegen es alles nach wie vor Theorien bleiben.

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