Gamephilephoto no. 35 – Reichtum

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Wieder mal so ein Thema… Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass der Liebe Red mich aufgrund meines gestrigen Geburtstages ein wenig schont und wir was ganz Einfaches bekommen, aber 1. es kommt immer alles anders, 2. als du denkst. Denn diese Woche geht es rund um das Thema Reichtum.

Gold und Gloria, Punkte und Titel. Fast kein Spiel kommt heutzutage noch ohne diese Merkmale aus. Ob es nun reineweg ums Sammeln geht oder darum, möglichst viele Trophäen, wenn nicht gar alle, einzuheimsen. Irgendwas von alle dem ist immer dabei. Aber welche Art Reichtum gibt es denn noch? Artenreichtum oder den Reichtum an Kalorien? All das eignet sich irgendwie nicht für ein Spiel. Somit habe ich mich für den geistigen Reichtum entschieden und erzähle hierzu mal einen Schwank aus meiner Jugend 😉

Freitagabend das Telefon klingelt. Meine beste Freundin ist dran und brabbelt drauf los: „Jaquen, ich bin gerade am Zelda spielen. Ich bin da in so einem Palast und mir fehlt irgendein Schlüssel. Ich komme einfach nicht weiter. Hier sind ganz viele Blöcke, die ich schieben muss. Habe ich was falsch gemacht?“ „OK. Du spielst Ocarina of Time und bist Erwachsen. Du bist im Walddungeon und hast vermutlich irgendwo unterwegs einen Schlüssel liegen lassen. Also drehst du dich jetzt um und gehst zurück in den Hauptraum, wo die Geister waren und der Fahrstuhl verschwunden ist.“

Während sie dann umsetzte was ich ihr geheißen hatte fragte sie mich ganz erstaunt woher ich den gewusst hätte, dass sie Ocarina of Time spielt und im Walddungeon hängt, da sie das doch gar nicht erwähnt hatte. In kurzen Sätzen berichtete ich ihr dann, dass ich als Kind selber an dieser Stelle festgehangen habe und es somit für mich die logischste Erklärung gewesen ist.

Im Anschluss lotste ich sie dann in den Garten und noch durch einige andere Räume. Bis sich herausstellte, dass sie den Schlüssel ganz am Anfang vergessen hatte. Dort wo die Wölfe schon auf einen lauern und man die Wand hoch klettern muss. Als sie diesen dann eingesackt hatte, wollte ich sie eigentlich in Ruhe weiter spielen lassen. Sie machte aber schnell darauf aufmerksam, dass sie den Dungeon sehr spooky fände. Weswegen ich am Telefon geblieben bin und ihr vor jedem Raum erklärt habe, auf was sie trifft und worauf sie achten muss.

An diesem Abend hat meine beste Freundin sehr von meinem Wissen in Sache The Legend of Zelda: Ocarina of Time profitiert. Bis heute ist sie der festen Überzeugung, dass ich ein wandelndes Lösungsbuch für dieses Spiel bin und ich glaube sie hat nicht ganz unrecht. Denn bei Ocarina of Time gibt es wohl keine Ecke, die ich nicht kennen oder Aufgabe, die ich noch nie bewältigt habe.

Und genau daran lässt sich sehen, mit wie viel Leidenschaft ich diesen Titel gespielt habe und wie viel er mir bedeutet. The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist eine der schönsten Kindheitserinnerungen für mich, denn selten habe ich mich so in ein Spiel verliebt wie in dieses. Und genau das ist für mich geistiger Reichtum. Gold und Gloria interessieren am Ende nämlich nur wenig, wenn mich ein Spiel nicht begeistern konnte. Und die positiven Erinnerungen, die ich damit verbinde kann mir keiner mehr nehmen. Selbst dann nicht, wenn das Spiel irgendwann nicht mehr funktionieren sollte.

Aus diesem Grund habe ich mich diese Woche nicht für den Reichtum in Form von Gold und Juwelen entschieden, sondern für den geistigen Reichtum. Meine Erfahrungen, mein Wissen und vor allem meine Erinnerungen an einen ganz Besondern Titel <3

Link und Schiek

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