Diddy Kong Racing

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1997 veröffentlichte Nintendo, den von Rare entwickelten Fun Racer Diddy Kong Racing. Das Spiel gehörte zu den beliebtesten Titeln des Genres und war einfach mal ganz anders.

Sicherlich kann sich jeder von euch noch an Fun Racer wie Mario Kart erinnern. Es ist ein lustiger Zeitvertreib und lässt sich auch gut mit Freunden bzw. gegen diese spielen. Abgesehen davon beherbergt ein Rennspiel oder auch ein Funracer das höchste Frustrationspotenzial. Denn letztendlich gibt es nur eines Sieg oder Niederlage.

Genau dies gilt auch für Diddy Kong Racing. Dennoch unterscheidet sich dieses Spiel deutlich von allen anderen Titeln des Genres. Denn ihr beginnt das Spiel im sogenannten Abentuer-Modus, obwohl es hier eigentlich keine nennenswerte Story gibt.

Habt ihr einen Fahrer für euch auserkoren, kann es auch schon losgehen. Ihr landet in einer großen Welt, in der ihr auf einen Elefanten trefft, der einem Dschinn ähnlich sieht. Dieser ist da, um euch zu unterstützen. Auch wenn dies nicht ganz einfach war, vor allem für mich damals mit meinen 9 Jahren. Denn sofern ich mich korrekt erinnere, gab es das Spiel lediglich auf Englisch, ich glaube es wurde gar nicht mehr separat auf Deutsch übersetzt. Das war aber egal, denn Text gab es nicht viel und gespielt hat man es trotzdem.

Von der großen Welt, in der ihr landet, geht es in 4 weitere Welten ab, die sich in eine Dino-, eine Eis-, eine Wasser- und eine Fantasywelt aufteilen. Doch diese lassen sich nicht ohne Weiteres betreten. Für jede Welt benötigt ihr eine bestimmte Anzahl an Ballonen. Diese werden immer vorab auf den Türen angezeigt. Einige Ballons findet man schon in der Welt am Anfang, weitere bekommt man dann für jedes normale Rennen, dass man als Erster verlässt.

Aber auch die Türen zu den einzelnen Rennen sind mit Ballonen verschlossen. Habt ihr also nicht ausreichend Ballons, könnt ihr das Rennen noch nicht starten. So arbeitet ihr euch weiter vor, bis ihr es dann schafft, dem Boss der Welt gegenüberzutreten.

Dieser fordert euch dann auch gleich zu einem Duell raus. Habt ihr dieses überstanden, geht es erneut auf alle Strecken der Welt. Aber Achtung, ab jetzt steigt der Schwierigkeitsgrad enorm. Denn nun müsst ihr in jedem Rennen 8 silberne Münzen einsammeln und Erster werden. Ist das erledigt, erhaltet ihr einen weiteren Ballon für jedes gemeisterte Rennen.

Schafft ihr es auf allen Strecken einer Welt, alle Silbermünzen-Rennen zu gewinnen, solltet ihr den Boss erneut aufsuchen, der euch abermals herausfordert. Auch hier wird der Schwierigkeitsgrad noch einmal deutlich angehoben.

Ist dann auch das erledigt, erhaltet ihr 1/4 einer Wizpig-Figur, die ihr für das Finale benötigt. Außerdem ist Wizpig auch der Endboss, den es zu besiegen gilt.

Neben diesen Aufgaben könnt ihr, nachdem ihr den jeweiligen Boss der Welt ein 2 Mal besiegt habt eine, Trophy Race fahren. Hierbei werden alle Rennen einer Welt am Stück erledigt. Für jeden Platz gibt es hinterher eine Platzierung. Schafft ihr es nach allen Runden, Punktemäßig auf den ersten Platz, erhaltet ihr eine Statue.

Zusätzlich dazu gibt es noch Schlüssel. In jeder Welt ist einer versteckt. Mit diesem Schlüssel lässt sich jeweils ein Multiplayer Spiel bestreiten, wobei dies gegen die KI nicht ganz so viel Spaß macht, wie gegen seine Freunde. Erledigt man es aber trotzdem, gibt es zum Dank 1/4 eines T.T. Amuletts.

Um eure Rennen zu bestreiten, stehen euch verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung. Je nach Bahn werden sie in den ersten Rennen des Abenteuers vorgeschrieben, können danach aber frei ausgewählt werden, sofern für die Strecken andere Fahrzeuge gedacht sind. Hierbei handelt es sich um das Kart, das Flugzeug und den Hovercraft.

Diese lassen sich ganz unterschiedlich steuern und lenken. Auch die unterschiedlichen Charaktere haben gewisse Fahreigenschaften, mit denen der eine gut zurechtkommt und der andere weniger gut. Von daher empfiehlt es sich, einfach durchzuprobieren. Zu den festgelegten Fahrern gibt es noch 2 geheime Fahrer, die im Laufe des Spiels freigeschaltet werden können.

Wie auch bei Mario Kart, gibt es bei Diddy Kong Racing verschiedene Upgrades. Diese erhaltet ihr in Form von Ballons, die sich auf der Strecke befinden. Dabei gibt es unterschiedliche Farben: Blau, Rot, Lila, Grün und bunt. Jede Farbe steht für eine Art von Item, wobei sich diese noch steigern lassen, indem ihr mehrere Ballons der gleichen Farbe sammelt. Bei 3 ist dann Schluss.

Besonders faszinierend fand ich es damals, dass man für 2 rote Ballons Raketen bekommt, die zielsuchend funktionieren. Das bedeutet, dass ihr über das gedrückt halten von „Z“ einen Gegner anvisieren konntet und die Rakete diesen zu 90 % auch getroffen hat. Sehr effektiv. Etwas nach hinten zu schießen wie in Mario Kart, ist allerdings nicht möglich.

Des Weiteren findet ihr in jedem Rennen verschiedene Turbostreifen, die ihr nutzen könnt, um an Geschwindigkeit zuzunehmen. Wobei man hier die „A-Taste“ loslassen sollte, sofern man darüber fährt, um kurzzeitig noch schneller zu werden.

Das Spiel verfügt ebenfalls über eine Multiplayerfunktion, wobei diese an euren Erfolg im Abenteuer-Modus angeknüpft ist. Denn gegen eure Freunde könnt ihr auch nur die Rennen bestreiten, die ihr im Abenteuer bereits freigeschaltet habt.

Mein Fazit: Diddy Kong Racing ist ein großartiger Fun Racer, auch wenn mich dieses Spiel als Kind manches Mal verzweifeln lies. Dennoch konnte es mit Grafik und liebevollen Details und der dazugehörigen musikalischen Hinterlegung punkten.

Man merkt, dass viel Arbeit in das Spiel geflossen ist und dieses mit viel Liebe gestaltet wurde. Das beginnt schon bei den rot aufleuchtenden Lichtern, sobald man den Rückwärtsgang eingelegt hat und den gut dekorierten Landschaften. Vom Winterwonderland bis zu alten Schiffswracks ist für jeden etwas dabei.

Ich kann es jedem nur empfehlen, der Spaß an Titeln dieses Genres hat, da es durch seine Vielseitig- und Andersartigkeit einfach überzeugt. Um es zu testen, greift ihr auf einen Nintendo 64 zurück oder zur Neuauflage von 2007 für den Nintendo DS, wobei diese aber deutlich schlechter als das Original sein soll. Das wiederum kann ich nicht bewerten, da ich nur das Original kenne.

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