Another Code: Doppelte Erinnerung

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Im Jahr 2005 wurde in Europa der Nintendo DS veröffentlicht. Hierbei handelte es sich um eine neue Generation eines Handhelden des Hauses Nintendo. Kurz darauf folgte dann auch der Titel Another Code: Doppelte Erinnerung, der in das Genre Point and Click einzuordnen ist.

Sicherlich habt ihr die Veränderungen auf meinem Blog bereits bemerkt. Neues Design, neues Menü und aufgearbeitete Reviews. Während ich also derzeit dabei bin, meine Artikel zu überarbeiten und auszubessern, stieß ich auch auf Another Code.

Der eigentliche Beitrag zu diesem Spiel war doch, mehr als kurz, warum ich ihn unbedingt noch einmal erneuern wollte. Aus diesem Grund habe ich mich daran gemacht, das Spiel noch einmal zu starten und es mir damit wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Zur Story (Achtung Spoilergefahr)

Legt ihr das Spiel ein, werdet ihr anfangs Zeuge mehrerer Mordfälle, die an verschiedenen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden.

Danach schaltet sich ein System ein, dass eure biometrischen Daten prüfen möchte. Ist das erledigt, bekommen wir ein junges Mädchen zu sehen, welches offensichtlich von Albträumen heimgesucht wird. Auch in ihrem Traum deutet alle auf ein Verbrechen hin.

Endlich wach geworden, findet Ashley sich auf einem Schiffsdeck ein. Hier erinnert sie sich daran, dass sie am kommenden Tag 14 wird. Einige Tage zuvor hatte sie zum Anlass ihres Geburtstags ein Päckchen erhalten, dem ein Brief und ein mysteriöses Gerät beilagen.

Der Brief war von ihrem Vater Richard, der sie darum bat, sich am heutigen Tag mit ihm auf der Blood-Edward-Insel zu treffen. Aber konnte das sein? Ihr Vater war doch bereits vor 11 Jahren gestorben…

An Deck unterhaltet ihr euch dann auch mit Jessica, Ashley`s Tante über den Sachverhalt. Nach Richards Ableben, bzw. Verschwinden, hatte sie die Rolle von Ashley`s Ziehmutter übernommen. Denn auch Ashley`s Mutter scheint nicht mehr unter den Lebenden zu weilen, wie wir erfahren. Ihr Vater hingegen scheint quicklebendig.

Als das Schiff dann endlich angelegt hat, zieht Jessica alleine los, um nach ihrem Bruder zu suchen. Ashley, die sauer auf ihre Tante ist, bleibt am Steg zurück. Nachdem Jessica dann aber auffällig unterwegs ist, macht sich auch Ashley auf die Suche.

In der Zwischenzeit haben wir auch schon erfahren, dass es sich bei dem kleinen mysteriösen Gerät, um das sogenannte DAS (Dual Another System) handelt. Dieses kann nur von Ashley bedient werden und kleine Chips lesen, sowie Fotos machen.

Auf der Insel befindet sich eine große Villa, deren Zugang allerdings versperrt ist, weswegen es Ashley auf den Friedhof verschlägt. Hier angekommen trifft sie auf einen Geist mit dem Namen D. Er berichtet uns, dass er nur von speziellen Menschen gesehen werden kann und keine Ruhe findet. Das Problem ist nämlich, dass er sich weder an sich selbst, noch an sein Ableben erinnert. Aus diesem Grund bittet er Ashley um ihre Hilfe.

Zusammen ziehen die beiden nun los, um Ashley`s Vater zu suchen und herauszufinden, warum dieser verschwunden ist und um in Erfahrung zu bringen, wer D. eigentlich ist und wie er verstorben ist, damit er endlich seine Ruhe finden kann. Durch diese beiden Aspekte habt ihr somit nicht nur ein großes Rätsel was es zu lösen gilt, sondern eigentlich zwei.

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Grundsätzlich ist das Spiel sehr spannend aufgebaut. Man stellt sich immer wieder die Frage, warum Ashley`s Vater verschwunden ist und was wirklich auf der Blood-Edward-Insel passiert ist. Wodurch sind Henry und Thomas Edward gestorben? Und warum D.? Welche blutige Tragödie hat sich hier zugetragen?

Das Handling des Spiels wird nicht separat im Verlauf erklärt. Das macht aber nichts, da es eigentlich, mit einigen Ausnahmen, selbsterklärend ist. Auf dem unteren Bildschirm bekommt ihr Ashley und ihre Umgebung in der Vogelperspektive angezeigt. Der ober Bildschirm zeigt euch dann einen bestimmten Abschnitt eines Bereiches, der für nähere Untersuchungen dann auch noch mal auf den Touchbildschirm gelegt wird.

Auf diesem habt ihr auch rechts oben in der Ecke ein Symbol mit einer Lupe. Leuchtet diese orange auf, könnt ihr eure Umgebung näher betrachten. Ist sie ausgegraut, ist derzeit nichts möglich. Darunter befindet sich ein Symbol, das aussieht wie der DS. Dabei handelt es sich um das DAS, mit dem zum Beispiel Fotos gemacht werden können oder man auch den Spielstand speichert. Ashley kann man via Steuerkreuz oder Touchpad steuern, je nachdem was man bevorzugt.

Grafisch betrachtet ist das Spiel sicherlich kein Highlight aber nicht schlecht gemacht. Ich würde es da eher mittig einordnen. Zu Beginn scheint auch die Musik, mit der das Spiel hinterlegt ist noch OK, kann allerdings durch die vielen hohen Töne dann doch schnell lästig werden.

Die einzelnen Texte werden über Dialogfenster eingeblendet, da Another Code über keine Sprachausgabe verfügt. Befinden sich allerdings 2 Charaktere im Gespräch, sodass ihr diese sehen könnt, bewegen sie ihren Mund auch nur so lange, wie Text erscheint und nicht endlos, was ich ganz gut umgesetzt finde.

Des Weiteren verfügt das Spiel über zwei mögliche Enden. In dem einen Ende schafft ihr es lediglich für Ashley das Happy End zu erzielen und D. kann sich nach wie vor an nichts erinnern. Dabei handelt es sich wohl um das Ende, welches am häufigsten erreicht wird. Die andere Alternative ist es, dass sich auch D. wieder an alles erinnern kann und endlich seinen Frieden findet.

Mein Fazit: Bei Another Code handelt es sich um einen Point and Click Adventure, der hervorragend für Anfänger geeignet ist, da die Rätsel oftmals sehr einfach sind oder einen die Charaktere auf die Lösung hinweisen. Hierbei gibt es lediglich 2 – 3 Ausnahmen. Diese gestalten sich aber nicht anhand der Rätsel, sondern an der Umsetzung. Denn es reicht nicht immer nur, das Touchpad zu verwenden.

Ist Another Code somit das erste Spiel das man für seinen DS besitzt, so wie es bei mir damals der Fall war, kann es schon mal sein, dass man noch nicht alle Funktionen des Gerätes kennt. Das war auch der Grund dafür, warum ich an einem Rätsel sehr lange hing, obwohl ich genau wusste, was das Ziel ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Ashley im Verlauf des Spiels auf bestimmte Gegenstände trifft, von denen man schon ausgeht, dass sie wichtig sein könnten. Sie steckt diese Sachen aber nicht ein. Das bedeutet, dass man Ashley immer erst auf die Idee bringen muss, einen bestimmten Gegenstand zu nutzen. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, lasse ich mal dahingestellt, ich glaube da hat jeder seine ganz eigene Meinung.

Des Weiteren ist Another Code sehr kurz und kann ohne Weiteres an einem Tag beendet werden, was ich persönlich wieder sehr schade finde, denn gerade aus der tollen Atmosphäre und dem guten Setting hätte man sicherlich noch das eine oder andere herausholen können. Spannend bleibt es aber auf jeden Fall bis zum Schluss.

Was die 2 Enden betrifft, war ich lange Zeit sehr skeptisch, ob es diese tatsächlich gibt. Denn ich konnte mich auf den Kopf stellen, D. wollte sich bei mir einfach nie erinnern. Darum war es unter anderem ein Ziel von mir, dieses Mal auch ein Happy End für D. zu erzielen. Und es hat geklappt. Weswegen ich euch den Weg dahin als Komplettlösung notiert habe. Diese findet ihr unter dem Menüpunkt Guides.

Wer jetzt trotz der kurzen Spieldauer Lust hat in ein spannendes Spiel, bestehend aus 2 blutigen Tragödien, zu starten, der sollte auf seinen Nintendo DS zurückgreifen, da es bislang für noch keine andere Plattform erschienen ist. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß dabei.

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