The Evil Within: Kapitel 2 – Überreste

The Evil Within

Nachdem ich das erste eher enttäuschende Kapitel von The Evil Within gespielt habe, fiel es mir wirklich schwer, mich aufzuraffen und das nächste Kapitel zu starten. Dennoch habe ich mich dazu durch gerungen und meine Empfindungen und Gefühle erneut für euch notiert.

Start des 2 Kapitels (Achtung Spoiler!)

Nach einer Flucht im Krankenwagen stürzt ihr mit euren Kollegen eine Böschung runter. Danach erwacht Sebastian in einer Klinik und um genau zu sein in einem Krankenbett. Hat man sich etwas umgesehen, findet man grünen Schleim, mit dem man seine Fähigkeiten ausbauen und aufbessern kann, sowie einen Zeitungsartikel, im Übrigen könnt ihr in der Klinik immer abspeichern.

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In dem Krankenhaus hat es mich besonders gestört, das beim ersten Besuch das Bild schwarzweiß war und extrem geflackert hat. Dies trug nun wirklich nicht zur Atmosphäre bei, sondern hob eher meinen Blutdruck an. Auch in der Sequenz, bevor ihr wieder in das Autowrack zurückkehrt, gab es einige Aussetzer, sodass das Video nicht flüssig lief.

Kommt ihr wieder bei dem Wrack an, durchsucht ihr einen Wald. Hier finde ich, baut sich ein sehr schöner Spannungsbogen auf, da immer wieder Blätter vor eure Nase wehen, die Gräser teilweise sehr hoch sind und sich bewegen und die eingeschränkte Sicht, sowie das aufziehende Gewitter ihren Teil noch dazu beitragen. Gegenstände, die ihr aufnehmen könnt und in deren Nähe ihr euch befindet, werden jetzt übrigens als solche gekennzeichnet, was ich sehr begrüße.

Dennoch habe ich zunehmend das Gefühl, dass Sebastian aus seinem ersten Horrortrip nichts gelernt hat. Denn er geht auf seltsam wirkende Erscheinungen zu, statt sich von diesen fernzuhalten und spricht sie auch noch offen an, was ich eher als naiv und das würde ich selber nie tun, abstempeln würde. Somit fällt es mir bislang auch sehr schwer, eine Bindung zu Sebastian als Protagonist herzustellen.

In diesem Kapitel werdet ihr nahezu bombardiert mit Kurzanweisungen, wie ihr zum Beispiel schießt, in den Nahkampf geht oder euch von hinten anschleicht. Problematisch finde ich dabei nur, dass ihr diese Instruktionen nicht manuell ausblendet, sondern sie im Endeffekt während des Spiels nur kurz auftauchen. Das bedeutet, dass man oftmals schon angegriffen wird, während die Instruktion noch auf dem Bildschirm ist und man gar nicht so recht weiß was man tun soll.

So auch bei mir, als ich die Pistole gefunden habe. Da alles sehr schnell ging und ich absolut keine Ahnung hatte, wie ich mit dem Ding schieße, bin ich kurzerhand in den Nahkampf gewechselt und schwupp, hängt sich doch einfach das Spiel auf. Was zur Hölle? So was ist mir glaube ich noch nie passiert. Nach Hoffnungsvollem warten, habe ich 5 Minuten später beschlossen die Konsole neu zu starten. Ende vom Lied war, dass ich das Kapitel wieder von vorne beginnen durfte, denn offensichtlich wurde der Speicherfortschritt nicht übernommen. Somit ging das Kapitel für mich wieder von vorne los. Vorteil war, dass ich jetzt noch einmal ausreichend Zeit hatte, um mich über den Vorgang des Schießens zu erkundigen.

Im Übrigen solltet ihr versuchen in Richtung Kopf der Monstrositäten zu zielen. Hätte ich dies vorab gewusst, wäre meine Munition aktuell wohl nicht so rar. Dazu kommt, dass ich aus der Ferne versucht habe auf potenzielle Gegner zu schießen, die tatsächlich aber gar keine Gegner gewesen sind. Dies hat meinen Munitionsvorrat auch noch einmal deutlich gemindert. Schnell wurde mir klar, dass ich mein Spielverhalten in diesem Game umstellen muss. So sollte ich doch eher vorsichtig mit meiner Munition umgehen und eher auf Schleichangriffe umstellen, auch wenn mir dies sehr schwer fällt.

Ab diesem Kapitel habt ihr zusätzlich die Möglichkeit Fallen zu entschärfen. Wobei es mir bereits passiert ist, dass ich während des Entschärfens einer Falle, in eben diese hineingelaufen bin. Was mich sehr geärgert hat.

Auch von dem Zielmechanismus bin ich noch nicht vollends begeistert. Dieser scheint sehr ungenau und verhältnismäßig feinfühlig zur sonstigen Steuerung. Somit fällt es mir oft schwer, mich kurzfristig in die sensible Steuerung umzudenken und den Gegner tatsächlich ins Visier zu nehmen, bevor mich dieser entdeckt hat und mir nur noch der Nahkampf bleibt. Dazu kommt, dass einen oft Gegner entdecken, die man selber zwar hört, aber nirgends sehen kann. Das bedeutet ihr schwenkt eure Kamera von links nach rechts, um zu sehen, von wo ihr angegriffen werdet, könnt dies oftmals aber nur im letzten Moment festlegen, wenn es eh schon zu spät ist.

Derzeit befinde ich mich in einer Situation, in der ich das Spiel liebend gerne beenden würde. Da man aber nicht immer und überall speichern kann, bin ich dazu gezwungen, entweder weiter zu machen oder den Spielfortschritt zu opfern. Um durchatmen zu können, habe ich mich jetzt erst einmal in das Pausenmenü begeben und angefangen meine ersten Eindrücke festzuhalten.

Nach besagter Pause habe ich mich daran gemacht, das Kapitel abzuschließen. Nachdem ich noch einige Male gestorben bin und diesen doch schon sehr langen Kontrollpunkt endlich hinter mir hatte, waren es dann auch nur noch wenige Minuten, die mich vom Ende des Kapitels trennten.

Zu diesem Kapitel bleibt mir somit nur abschließend zu sagen: Das Spiel kam endlich mal etwas in Fahrt, obwohl ich Story mäßig immer noch nicht weiter bin. Dennoch bin ich von vielen Faktoren enttäuscht und die so schrecklichen Szenen und den richtigen Horror vermisse ich auch noch. Aber gut, noch habe ich 13 Kapitel vor mir.

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