Projekt Hearthstone – Folge 4 die Helden

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Diese Woche geht es um die Helden in Hearthstone. Wie bereits in den vorherigen Wochen angekündigt könnt ihr zwischen 9 Helden wählen, die alle über verschiedene Fähigkeiten und über eigene Karten verfügen.

Auch zu den einzelnen Karten der Helden und Ihren Bedeutungen werden wir noch kommen, dazu aber später mehr.

Für diesen Beitrag solltet ihr entweder bereits ein gewisses Grundverständnis für die einzelnen Karten mitbringen (da ich nicht alles genau erläutere) oder noch einmal im meinem vorherigen Artikel der letzten Woche nachlesen. Dort habe ich mich umfangreich mit den Basiskarten und deren Bedeutungen beschäftigt.

ThrallThrall:

Er ist ein Schamane und beschwört mit seiner Heldenfähigkeit Totems. Die Heldenfähigkeit kann von jedem Helden nur einmal pro Runde eingesetzt werden und wird immer mit 2 Mana berechnet. Thrall ruft sich mit Hilfe seiner Fertigkeit ein Totem herbei. Welches Totem ihr bekommt, wird nach Zufallsprinzip entschieden. Es gibt 4 unterschiedliche Totems:

1. Spott-Totem (0/2)
2. Zauberschaden-Totem (0/2) (+1 Zauberschaden)
3. Angriffstotem (1/1)
4. Lebenstotem (0/2) (heilt am Ende eurer Runde eure Diener mit +1 Leben)

Des Weiteren kann der Schamane mit Überladung spielen. Das bedeutet, dass zum Beispiel eine Karte, die 1 Mana kostest in der nächsten Runde noch einmal 1 Mana kostet. Das heißt für euch, eure Karte kostet zwar 2 Mana, diese werden aber auf zwei Runden aufgeteilt. Das verschafft dem Schamanen natürlich den Vorteil, dass er früh hohe Karten ausspielen kann.

Ansonsten sind bei vielen Spielern auch Karten mit Windzorn beliebt, bzw. habe ich auch hier schon oft Kartendecks basierend auf Murlocs angetroffen und lasst euch gesagt sein, die können richtig nerven. Grundsätzlich mein Tipp, verlasst euch nicht nur auf eure Totems, denn ihr wisst nie, ob ihr das bekommt was ihr gerade braucht, aber mit deren Hilfe, kann man auch das eine oder andere anstellen.

Garrosch HöllschreiGarrosh Höllschrei:

Im ersten Moment erscheint die Heldenfähigkeit des Kriegers eher unspektakulär. Doch sie kann ihm sehr hilfreich sein und den Gegner zur Weißglut treiben. Die Fähigkeit nennt sich Aufrüsten und wird mit 2 Mana berechnet. Im Endeffekt tut sie nicht anderes, als sie schon sagt. Sie rüstet den Krieger. Das bedeutet, bevor ihr diesem etwas anhaben könnt, müsst ihr erst die Punkte seines Schildes auf 0 bringen.

Außerdem spielt der Krieger sehr gerne mit Karten, die seine normalen Minions aufrüsten. Sprich diese mit Angriffspunkten oder Ansturm ausrüsten. Dazu kommt das er Karten hat, mit denen er einen Diener vernichten kann, alle Diner außer einem vernichtet oder verletzte Diener vernichten kann.

Zusätzlich zu diesen Punkten kann er eine Waffe anlegen, die unter anderem sehr viel Schaden austeilt. Das bedeutet entweder kann er euren Helden verletzen oder aber auch eure Diener aus dem Weg räumen. Ist sein Schild hoch genug, nimmt er dabei nicht einmal Schaden.

Ihr solltet den Krieger somit nicht unterschätzen, denn mit einem Spieler, der Talent dazu hat, kann er unangenehm werden, auch wenn ich hier schon Spieler getroffen habe, die dem Klischee alle Ehre gemacht haben.^^

Gul´danGul`dan:

Er ist der Hexenmeister. Ich sage gleich vorweg, dass mir dieser Held überhaupt nicht liegt und ich leider bislang auch noch keinen Spieler gefunden habe, der mit diesem richtig gut umgehen kann. Dennoch versuche ich mein Bestes, um euch diesen näher zu bringen.

Seine Fähigkeit ist der Aderlass. Das bedeutet er bezahlt 2 Mana und 2 Lebenspunkte und erhält eine weitere Karte. Ich weiß, dass dies für viele skurril klingt. Seine eigenen Lebenspunkte zu opfern ist mir aus anderen Spielen nicht ganz fremd, aber irgendwie bekomme ich dies bei Hearthstone noch nicht korrekt eingeordnet.

Soweit ich weiß, spielt man den Hexenmeister auf zwei unterschiedliche Weisen. Entweder zieht man immer wieder Karten nach und versucht sich so über Wasser zu halten, um dann eine hohe Manazahl zu erreichen und entsprechend teure Karten zu spielen, oder man beginnt sehr aggressiv, indem man Spotts und viele kleine Diener stellt, die dem Gegner aber schnell zusetzen können. Des Weiteren sollte man sich soweit ich weiß Lord Jaraxxus mit ins Deck nehmen. Dieser vernichtet euren Helden, und ersetzt ihn mit 15 Lebenspunkten, weswegen er in kritischen Situationen des Hexmeisters sehr hilfreich sein kann.

AnduinAnduin Wrynn:

Anduin ist der Heiler des Spiels und ich weiß schon, was viele denken. Oh Gott ein Heiler welche Gefahr. Aber ein Tipp von mir, der Heiler kann hier echt lästig werden. Seine Fähigkeit ist die geringe Heilung. Ihr bezahlt also 2 Manapunkte um euch selber mit 2 Lebenspunkten zu heilen oder eure Diener.

Ihr könnt Anduin ganz unterschiedlich spielen. Das bedeutet, ihr arbeitet zum Beispiel mit Lichtbrut und Heilzaubern. Die Karte Lichtbrut hat die Angewohnheit die Schadenspunkte den Lebenspunkten anzupassen. Das bedeutet um so mehr Lebenspunkte die Lichtbrut hat desto stärker ist auch der Angriff.

Alternativ wird den Heilern auch oft empfohlen Schattenwort: Schmerz oder Schattenwort: Tod im Deck zu haben. Diese Karten haben die Möglichkeit einen gegnerischen Diener bis 3 oder ab 5 Angriffspunkten zu vernichten. Somit solltet ihr sehen, dass ihr möglichst viele Diener mit 4 Angriffspunkten parat habt. Dies sind die Einzigen, die vor den Schattenwort Karten gefeit sind.

Eine andere Möglichkeit den Priester zu spielen, ist es die Auchenaiseelenpriesterin oder die Schattengestalt ins Spiel zu bringen. Damit opfert ihr zwar eure Heilfähigkeiten, aber ihr verwandelt diese in Angriffspunkte. Somit kann schnell sehr viel Schaden gespielt und das Blatt noch einmal rum gerissen werden. Allerdings habe ich selber einmal gegen solch einen Priester gespielt. Sein Nachteil ist es definitiv das er auf Zeit spielt, was bedeutet, dass hier ein schnelles Spiel entscheiden kann.

Die letzte Möglichkeit ist es, mit dem Gedankenraub zu spielen. Hiermit kopiert ihr zwei zufällige Karten aus dem Deck eures Gegners. OK, klar kann das bedeuteten, ihr bekommt Karten, die nützlich sein können und die ihr vielleicht sonst nie spielen könnt. Aber genau das ist der Punkt, ihr könnt nützliche Karten erhalten, dies muss aber nicht so sein. Meine persönliche Meinung dazu: Da die Anzahl der Karten im Deck begrenzt ist, habe ich keine Lust meine freien Plätze für solche Spielchen zu verschwenden.

Valeera SanguinarValeera Sanguinar:

Endlich auch mal eine Frau^^ irgendwie sind wir ja immer in der Unterzahl. Valeera ist die Schurkin. Ihre Fähigkeit ist es für 2 Mana einen Dolch anzulegen. Dieser verursacht 1 Schaden und hält 2 Runden. Ich gestehe allerdings, dass ich noch nie so richtig gute Schurken getroffen habe und ich diesen Helden eher mäßig finde. Dennoch solltet ihr euch gerade vor Karten wie Meucheln oder Attentat in acht nehmen. Hiermit entledigt die Schurkin sich schnell unangenehmen Dienern des Gegners. Außerdem kann sie Tödliches Gift anwenden, wodurch ihre Waffe auf 3 Angriffspunkte kommt.

Ansonsten versuchen Schurken aber oftmals selber die gegnerischen Diener zu vernichten ohne ihre eigenen Minions zu opfern. Dafür opfern sie aber ihre eigenen Lebenspunkte. Außerdem habe ich oft das Gefühl das die Schurken auf Zeit spielen, um mehr Mana für bessere Karten zu erhalten. Dies bedeutet ein schnelles Spiel kann hier entscheidend sein. Ich finde man sieht besonders gut, dass ein Schurke auf Zeit spielt wenn die Karte Kopfnuss auf den Tisch kommt. Sie bewirkt eigentlich nichts anderes als eine eurer Karten wieder auf eure Hand zurückzuspielen. Problem für den Schurken ist nur, konnte er nicht genug Zeit schinden bzw. hat er die passende Karte nicht erhalten, spielt ihr die gefürchteten Diener in der nächsten Runde wieder aus oder etwas noch Schlimmeres.

Uther LichtbringerUther Lichtbringer:

Uhter ist der Paladin im Spiel. Diese können mit unter zu den stärksten Helden gehören. Seine Heldenfähigkeit ist die Verstärkung. Für 2 Mana erhält er einen Rekruten der silbernen Hand, der mit (1/1) ausgestattet ist. Anfangs denkt man schnell, na ja ein Diener mit (1/1) ist kein riesen Problem, aber es kann schnell zu einem werden. Besonders wenn der Paladin eine Karte wie zum Beispiel den Frostwolfkriegsfürst ausspielt. Dieser erhält nämlich +1/+1 für jeden befreundeten Diener auf dem Spielfeld.

Außerdem hat der Paladin die Möglichkeit Gottesschild (der Diner erhält beim ersten Angriff keinen Schaden, danach ist das Gottesschild aufgehoben) auf seine Diener zu wirken. Bevorzugt wird dies natürlich auf Spott-Karten angewendet.

Möchte der Paladin sich schnell einer großen Anzahl gegnerischen Dienern entledigen, ist auch dies kein Problem. Dazu nutz er einfach Weihe, die allen Feinden (also auch dem Helden) 2 Schaden zufügt oder er nutzt Gleichheit die alle Diener auf 1 zurücksetzt.

Nützt das alles nichts und es sieht nicht gut für den Paladin aus, kann er sich selber wieder hoch heilen.

Malfurion SturmgrimmMalfurion Sturmgrimm:

Unser Druide hier hat eine interessante Helfenfähigkeit. Für 2 Mana kann er die Fähigkeit Gestaltwandeln nutzen. Hierfür erhält er in diesem Zug +1 Angriff und nach Abschluss der Runde +1 Rüstung.

Zusätzlich dazu hat der Druide Karten dies es ihm ermöglichen Mana zu erhalten und somit sehr schnell hohe Diener zu spielen. Als wenn das nicht reichen würde, hat der Druide die Fähigkeit sich zu heilen. Außerdem verfügt er über einige Karten, bei denen er eine Auswahlfunktion hat. Zum Beispiel setzt er die Karte Mal der Natur und kann einem Diener somit +4 Angriff oder +4 Leben und Spott verleihen. Dadurch können auch anfangs harmlose Diener schnell nervraubende Gegner werden.

Um sich gegnerischen Dienern schnell zu entledigen, kann der Druide dann auch noch auf Sternenfeuer zurück greifen, welches 5 Schadenspunkte verursacht und eine weitere Karte zieht.

RexxarRexxar:

Der Jäger. Ich persönlich finde ihn als Gegner mit unter am anstrengendsten. Seine eigene Fähigkeit Zuverlässiger Schuss ermöglich es ihm für 2 Mana, dem gegnerischen Helden 2 Schadenspunkte zuzufügen.

Die meisten Jäger im Spiel arbeiten hauptsächlich oder ausschließlich mit Wildtieren (ob es sich um Wildtiere handelt, wird immer unten auf der Karte dargestellt). Diese lassen sich für den Jäger nämlich besonders gut miteinander kombinieren. Zum Beispiel setzt er die Aasfressende Hyäne ein. Diese erhält jedes Mal +2/+1 wenn ein befreundetes Wildtier stirbt. Nach diesem Prinzip kann der Jäger einige Karten miteinander kombinieren und aufeinander aufbauen. Sehr zum Leidtragen seiner Gegner.

Ihr solltet euch somit drauf konzentrieren die Wildtiere als Erstes zu beseitigen.

Jaina PrachtmeerJaina Prachtmeer:

Sie ist die Magierin im Spiel. Ihre spezielle Fähigkeit ist der Feuerschlag. Mit diesem kann sie einen Feuerball, welcher einen Schadenspunkt verursacht, auf ein Ziel ihrer Wahl werfen. Dies ist natürlich sehr nützlich, wenn der Gegner zum Beispiel einen Gottesschild auf einem seiner Diener hat. Außerdem ermöglicht der Feuerschlag auch die Spielstrategie viele Wutanfall Karten zu spielen. Denn Jaina hat die Möglichkeit den Feuerschlag auch auf ihre eigenen Diener anzuwenden und somit den Wutanfall zu aktiveren.

Alternativ kann man mit Zauberschaden arbeiten, da die Magierin über viele Karten verfügt die sich hervorragend damit kombinieren lassen. Möchte die Magierin sich schnell gegnerischen Dienern entledigen, ist auch dies kein Problem. Sie verfügt über Zauber, die Flächenschaden verursachen. Zum Beispiel den Feuerball der 6 Schaden verursacht (oder mit Zauberschaden mehr) oder sie verwandelt den gegnerischen Diener einfach in ein Schaf (1/1).

Die meisten Karten der Magierin sind allerdings nicht sonderlich günstig und können somit auch erst spät ausgespielt werden. Das bedeutet auch hier, ein schnelles Spiel kann dem Magier schnell zusetzen. Aber Achtung, um Zeit zu schinden verfügt Jaina über Karten, die zum Beispiel gegnerische Diener für eine Runde einfrieren und somit handlungsunfähig machen.

Fazit:

Welchen Helden ihr für euch wählt, bleibt euch überlassen. Außerdem finde ich persönlich das es schwer ist vorab eine Diagnose abzugeben. Ihr solltet einfach alle Helden mal durchtesten. So oder so seid ihr eigentlich dazu gezwungen im Laufe des Spiels auch mit anderen Helden klar zu kommen. Besonders wenn ihr in der Arena spielen wollt.

Also wie gesagt testet euch einfach mal durch, ich wünsche viel Spaß dabei.

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