Beyond two Souls

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Im Oktober 2013 kam endlich ein neues Spiel von den Machern von Heavy_Rain für die Playstation 3 raus. Ich habe bereits den Vorgänger heiß und innig geliebt, aufgrund seiner packenden Story und der Spielweise, die eher einem interaktiven Film als einem Spiel geglichen hat. Es war wirklich spannend in diesem Kriminalroman zu ermitteln und ich habe selten in einem Spiel so mit den Charakteren mit gelitten wie in Heavy Rain. Darum ging auch kein Weg an dem neuen Spiel vorbei.

Dieses Mal spielt ihr Jodie Holms (Ellen Page), die über telepathische- bzw. telekinetische-Fähigkeiten verfügt. Denkt man zumindest, sobald man das Spiel startet. In Wirklichkeit hat sie einen ständigen Begleiter in Form eines spirituellen Wesens, dem sie den Namen Aiden gegeben hat.

Ihr spielt euch im Laufe des Spiels durch Jodies Geschichte. Allerdings wird diese nicht linear erzählt, ihr macht immer wieder verschiedene Sprünge durch Jodies Leben. So bestreitet ihr manche Kapitel zum Beispiel als Kind oder als Erwachsene.

Ich persönlich komme mit dieser Art von Erzählform, gerade bei Filmen, immer sehr schwer zurecht, habe im Laufe des Spiels aber festgestellt, dass ich mich hier wesentlich besser damit anfreunden kann. Hintergrund ist sicherlich der, dass man sich einfach in einem Spiel dem betroffenen Charakter näher fühlt und somit auch mehr Bezug zu der Geschichte findet.

Wie ihr es bereits aus Heavy Rain kennt, ändert sich die Geschichte, je nachdem welche Entscheidung ihr trefft. Zum Beispiel kommt ihr im Laufe des Spiels mit Jodie in die Situation einer Geburtstagsfeier beizuwohnen. Nachdem die anderen Jugendlichen sie aber mobben und unter der Treppe einsperren, habt ihr zum Beispiel die Möglichkeit euch zu rächen, was dazu führen kann, dass ihr das ganze Haus in Brand steckt. Die Entscheidung liegt aber bei euch.

Zur Strory (Achtung Spoilergefahr)

Jodie wächst bei ihrer Adoptivfamilie auf, bis es eines Tages zu einem Übergriff auf der Straße kommt. Während Jodie hier mit anderen Kindern spielt, beginnt Aiden einen Jungen zu würgen. Von der Angst getrieben Jodie könnte sich selbst auch etwas antun, geben ihre Eltern sie in die Obhut des Departments of Paranormal Activity kurz DPA.

Ab hier kümmern sich der Forscher Nathan Dawkins (Willem Dafoe) und sein Assistent Cole Freeman um Jodie und bleiben ihre einzigen Bezugspersonen. Sie führen verschiedene Tests mit Jodie und Aiden durch. Trotz Jodies vergeblichen Versuchen bleibt ihr das Leben eines normalen Teenagers verwehrt. Dafür werden ihre Antennen für das Übernatürliche immer feinfühliger und sie kann Kontakt zu Toten aufnehmen oder aber auch den Willen anderer Menschen beeinflussen.

Im Laufe des Spiels werdet ihr darum gebeten für die CIA ein Portal zu schließen, welches einen Zugang in die Infrawelt ermöglicht. Die Infrawelt ist vielleicht mit etwas das wir als Jenseits bezeichnen würden zu vergleichen. Hier sind aber nicht nur gute Seelen eingesperrt, sondern auch bösartige die mit Vorliebe Jagd auf Menschen machen.

Die CIA forscht auf diesem Gebiet, um sich den Zugang der Infrawelt für Kriegsmaßnahmen zu eigen zu machen. Nachdem eine der Forschungen allerdings außer Kontrolle gerät und somit den bösartigen Wesen der Zugang in unsere Welt ermöglicht wird, tritt man an Jodie und Aiden heran. Ihnen gelingt gemeinsam die Schließung des Portals, warum die CIA sich dazu entscheidet, Jodie als Spezialagentin auszubilden.

Nachdem sie aber aufgrund einer durchzuführenden Mission von ihrem Vorgesetzten belogen wird, flieht sie.

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Im Laufe des Spiels werdet ihr immer wieder vor der CIA flüchten, an Experimenten teilnehmen oder auch in sehr spannende und gruselige Szenen versetzt, die sich unter anderen mit den bösen Wesen der Infrawelt befassen.

War Heavy Rain eher ein Krimi, der noch etwas näher an die Realität gebunden war, spielt ihr mit Beyond two Souls eine Mischung Drama, Horror- und Actionfilm. Meiner Meinung nach eine gute Mischung von allem.

Das Handling ist verhältnismäßig einfach, ihr solltet allerdings wissen, wo zum Beispiel die Kreistaste oder das Dreieck ist. Aber nichts was nicht zu schaffen wäre.

Für alle die das Spiel bereits gespielt haben und kennen, mein absolutes Lieblings-Kapitel ist das in der Wüste. Fand es einfach total packend und spannend. Welches hat euch besonders fasziniert?

Mein Fazit: Beyond two Souls gehörte wieder zu den Spielen, die ich einfach nicht pausieren konnte. Ich musste einfach immer weiter machen und habe auch gar nicht gemerkt, dass der Morgen schon wieder angebrochen war. Darüber informierte mich erst mein Lebensgefährte, als er verschlafen aus dem Bett tapste, um zu sehen, wo ich bleibe.

Als ich dann auf die Uhr sah, hielt ich es für keine so schlechte Idee das Bett aufzusuchen. Aber nur unter der Voraussetzung, gleich nach dem schlafen, mit dem Spiel fortzufahren.

Anhand dieses Umstands kann man wohl schon deutlich sehen, wie sehr mich Beyond two Souls gefesselt hat. Sodass ich mir fast jegliche weitere Kritik sparen könnte. Doch natürlich werde ich auch diese noch aufführen.

Durch die nicht lineare Handlungsfolge kann das Spiel anfangs etwas unübersichtlich wirken. Ihr solltet ihm aber einfach eine Chance geben und euch darauf einlassen. Habt ihr es dann durchgespielt, könnt ihr theoretisch jedes Kapitel manuell aufrufen, um es noch einmal in der korrekten Reihenfolge zu spielen. Dabei solltet ihr allerdings nicht abspeichern.

Im Gegensatz zu Heavy Rain müsst ihr euch in Beyond two Souls nicht auf 4 Protagonisten einstellen, sondern lediglich auf einen, Jodie. Diese wird zwar von Aiden unterstützt, den ihr auch spielt, aber da er über kein Gesicht oder eine Möglichkeit des Sprechens verfügt, ordnet man ihm auch nicht ganz so schnell einen eigenen Charakter zu und schafft es, etwas distanzierter mit ihm umzugehen.

Was allerdings sehr schön ist, ist die Tatsache, dass man manchmal im Spiel in Situationen gerät, in denen Jodie eine Entscheidung trifft, die einem gar nicht zusagt. Dies kann man dann oftmals mithilfe von Aiden noch kippen.

Wie schon erwähnt ist das Spiel eine Mischung aus Horror, Action und Drama. Eigentlich ist für so ziemlich jeden was dabei. Wobei der Horror und das Düstere für meinen Geschmack ruhig noch ein wenig mehr sein dürften. Aber alles in allem war die Mischung sehr gut. Zumal diese auch sehr ausgeglichen ist. Das heißt, ihr kommt nicht permanent von einer Actionszene in die nächste, sodass ihr keine Zeit zum verschnaufen habt. Das Spiel an sich hat da eine sehr gute Balance, sodass in der Regel auf actionreichere Szenen etwas ruhigere folgen.

Kritisiert wird bei dieser Art Spielen natürlich immer wieder das geringere eigene Gameplay, da es sich ja auch mehr um einen interaktiven Film handelt. Ich für meinen Teil störe mich gar nicht daran und wer das ähnlich sieht wie ich, dem kann ich Beyond two Souls nur wärmstens empfehlen.

Das Spiel selbst erhaltet ihr leider nur für die Playstation 3, sodass ihr auf diese zurückgreifen müsst. Allerdings wird euch dafür euch einiges geboten. Denn neben einem super Film, den man selber steuern und beeinflussen darf, verfügt der Titel über verschiedene Enden, sodass man eher dazu neigt, das Spiel öfter zu spielen.

Wer Lust hat, sich noch das eine oder andere zu dem Spiel anzuhören, findet hier meinen Podcast dazu. Aber ich warne vor, gerade im Podcast war die Spoilergefahr sehr hoch.

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