The Legend of Zelda Skyward Sword – Der erste Eindruck

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Entgegen meiner ersten Meinung zu diesem Spiel habe ich mich doch dazu hinreißen lassen es mir zu kaufen. Also hieß es gestern: Los fahren, Spiel holen. Endlich wieder zu Hause, schnell die Wii anschließen, Spiel einlegen und starten.

Da begann dann schon das ganze Drama. Ein Video startete, in dem ich darüber aufgeklärt wurde, wie ich die Wii Motion Plus anschließe. Verdammt, braucht man das etwa? Verpackung raus und nachschauen. Nur um dann festzustellen, dass dieser Hinweis sich ganz unten rechts in relativ kleinen Buchstaben auf der Verpackung befindet „Ohne die Wii-Fernbedienung Plus oder eine Wii-Fernbedienung mit angeschlossenem Wii MotionPlus-Zubehör kann diese Software nicht verwendet werden.“

What? Aber ich habe keinen Wii Motion Kram. Man sage dazu, ich habe mir meine Wii damals ganz früh gekauft als dies noch nicht „serienmäßig“ verbaut wurde, geschweige denn es den Kram überhaupt schon gab. Super, also schnell wieder in die Jacke, ins Auto, und hoffen das man noch in dem Laden seiner Begierde ankommt, bevor sie schließen. (Für alle die es interessiert ich habe es noch geschafft)

Also lieber Hersteller, Verpackungsunternehmen oder sonst was, ganz ehrlich es hat nicht jeder Motion Plus und auch keine Fernbedienung, in der das schon verbaut wurde beim nächsten Mal wäre ein größerer Hinweis vielleicht ganz nett und auch angebracht, damit man nicht zwei Mal fahren muss.

Aber kommen wir nun zum Spiel selbst. Was doch noch nicht? Oh man erst ein Video anschauen, indem ich 3 Minuten erklärt bekomme wie ich Motion Plus anschließe und abnehme und so was. Hilfe das weiß ich auch so. Naja ich will ja nicht maulen, wer weiß wie viele Leute es gibt, die das falsch machen.

Jetzt aber zum Spiel. Oder etwa doch noch nicht? Doch, na endlich. Schnell den Namen eingeben, oh der steht ja schon da, wie passend. Und los.

Ihr beginnt das Spiel klassisch als Link (zumindest wenn ihr wollt) in einem Ort namens Wolkenhort. Ein Reich in den Wolken. Link besucht hier eine Ritterschule und seine beste Freundin ist Zelda, die hier keine Prinzessin, sondern die Tochter vom Schuldirektor ist. Da Link, wie eigentlich immer, auch hier wieder eine Schlafmütze ist, lässt Zelda ihm mithilfe eines Vogels eine Nachricht zukommen, um ihn an ihre Verabredung zu erinnern. Link der vor Schreck aus den Federn fällt macht sich sogleich auf um Zelda nicht zu lange warten zu lassen. Unterwegs erfährt man, dass ein Fest ansteht. Das „Vogelreiter Fest“, an dem Link teilnehmen soll. Außerdem erfährt man, dass jeder Bewohner des Wolkenhorts einen Vogel besitzt, eine Art Schutzvogel. In einem Gespräch zwischen Zelda, dem Direktor und Link bekommt man außerdem heraus, dass Links Vogel etwas ganz besonderes ist, da er Kaminrot ist und man seine Art für ausgestorben hielt. Zelda, die darauf drängt, dass Link noch ein wenig übt, bevor der große Moment kommt, stößt Link von einer Absprungplattform. Doch sein Vogel erscheint nicht, obwohl er ihn ruft. Zelda bemerkt dies und ruft ihren Vogel um Link zu retten. So macht man sich also auf die Suche seinen Vogel zu retten. Nachdem man diesen gefunden hat, erzählt Zelda einem vom Erdreich und das sie es zu gerne einmal besuchen würde.

Dann kommt der Moment des Turniers. (Ich bin mir was das betrifft nicht ganz sicher, aber ich glaube, das ist vom Spiel so vorgegeben, dass nur ihr gewinnen könnt.) Nach eurem Sieg schließt ihr die Zeremonie also mit Zelda ab und erhaltet einen Paraschal. (Wobei ich das Landen bzw. Gleiten mit diesem nicht ganz einfach finde.) Nachdem die Zeremonie dann abgeschlossen ist, fragt Zelda euch, ob ihr nicht mit ihr einen Ausflug machen wollt. Also rauf auf die Vögel und los. Doch irgendwie scheint Zelda bedrückt. Als sie Link dann endlich etwas sagen will, erscheint ein riesiger Wirbelsturm und zieht Zelda mit sich durch die Wolken hinunter. Link, der heldenmutig hinterher eilt, wird von einem Luftstoß zurückgeworfen und fällt in Bewusstlosigkeit.

Als er erwacht, befindet sich der Direktor an seinem Bett und fragt ihn nach seiner Tochter. Link berichtet, was passiert ist und auch, dass er seit Tagen immer wieder unter demselben merkwürdigen Traum leidet und davon, dass Zelda vom Erdreich sprach. Der Direktor tut dies einfach ab und sagt, das es nichts mit Zeldas Verschwinden zu tun habe und dass er sicher ist, dass es ihr gut geht. Nachdem er das Zimmer verlässt, tut ihr es ihm gleich und betretet den Flur. Hier fällt euch eine seltsame Gestalt ins Auge, die euch scheinbar einen Weg weisen will. Also hinterher. Sie weißt euch bis auf die Rückseite der Göttinnenstatue und öffnet hier einen Gang, in dessen inneren sich ein Schwert befindet. Die Gestalt weist euch an, das Schwert zu ziehen und mit dessen Hilfe nach Zelda zu suchen. Sie wäre eine Dienerin der Göttin und hier, um Link zu helfen.

Gesagt, getan, das Schwert raus aus dem Stein und in unsere Hand. Nun taucht der Direktor auf, der ganz erstaunt ist, dass sich die Prophezeiung noch zu seinen Lebzeiten erfüllt. Nach einem längeren Gespräch und einigen Erklärungen und Reisevorbereitungen macht ihr euch nun also auf, um Zelda im Erdreich zu suchen.

Zum Spiel selbst: Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich anfangs sehr abwertend über die Grafik ausgelassen habe nachdem ich die ersten Trailer zum Spiel gesehen habe. Es ist zwar nicht die schönste Grafik und nicht unbedingt die, die mir am ehesten zusagen würde, doch ich muss sagen, wenn man selber spielt wirkt sie gar nicht so kindisch bzw. so schlecht. Die Steuerung ist natürlich ein wenig gewöhnungsbedürftig aber recht cool. Macht auf jeden Fall Spaß das Schwert selbst zu schwingen.

Das Menü finde ich allerdings weniger einfach zu handhaben bzw. unübersichtlich. So habe ich noch nicht heraus bekommen, wie man Sachen auf der „–“ Taste auswählt. Denn lass ich diese bei der Auswahl los um etwas festzulegen, so ändert sich bei mir genau gar nichts. Das ist etwas, wo ich mich noch einmal näher mit beschäftigen muss.

Springen, Verschieben und sonstige Kleinigkeiten konnte Link sonst immer von alleine. Tja, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Ihr habt eine Sprintanzeige, mit der ihr euch an Vorsprüngen entlang hangeln, Gegenstände hochklettern könnt usw.. Ist diese Anzeige aufgebraucht, sprich leer, geht erst mal nichts mehr weil Link dann erschöpft ist. Bislang habe ich den Eindruck, dass ihr dadurch viel mehr solche kleinen Hürden wie Balancieren meistern müsst, was ich recht schade finde da ich eigentlich ein Action-Adventure wollte und kein Jump and Run.

Aber es haben sich noch mehr Dinge geändert. So nutzt sich euer Schild nämlich bei Gebrauch ab. Euer Schild hat eine eigene Anzeige und wenn ihr es zu oft benutzt, wird es kaputt gehen. Um Items aber zu reparieren oder auszubessern, müsst ihr Materialien sammeln, was ich bislang auch nur aus Rollenspielen kannte und nicht von Zelda. Persönlich bin ich kein Freund von Abnutzen und Reparieren und so einem Krams, aber gut, wenn es so ist, kann ich es eh nicht ändern.

Auch im Gebrauch der Karte hat sich etwas geändert. So könnt ihr euch nun für Ziele, die ihr erreichen wollt, Lichtsäulen setzen, damit ihr diese auch findet, ohne die Karte selber zu nutzen. Mh…. eigentlich habe ich nur selten die Karte genutzt und mein Ziel dennoch immer gefunden. Irgendwie bekomme ich nach und nach das Gefühl, dass der Mensch an sich bald gar nichts mehr alleine entscheiden kann und für alles ein Navi braucht.

Mit Phais Hilfe könnt ihr im Erdreich eine Aurasuche machen. Hierbei spürt sie die Aura des eingegebenen Ziels auf und weist euch mit Hilfe von Pieptönen und Pfeilen die Richtung, in die ihr euch bewegen müsst. Also wieder ein Navi. Ist wohl nicht mehr viel mit Selbst entdecken.

Der Schwertkampf macht natürlich wahnsinnigen Spaß. Endlich dürfen wir das Schwert selber führen, was auch erstaunlich gut reagiert. Ein Kindheitstraum wird wahr.

Für bestimmte Attacken, zum Beispiel das Rollen oder die Nutzung des Schildes, muss man ruckartig den Nunchuk nach vorne bewegen. Diese Art der Attackenausführung finde ich persönlich nicht so einfach, da man, um schnell genug zu sein und den gewünschten Ruck zu erhalten, auch mit relativ viel Kraft arbeiten muss, und für Leute mit kleinen Fingern finde ich das nicht so gelungen.

Das Fliegen wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt und macht wahnsinnigen Spaß. Allerdings blieb es mir bislang auch noch erspart in der Luft zu kämpfen, sodass ich mich dazu noch nicht äußern kann. Aber ich glaube, wenn man den Bogen einmal raus hat, ist es recht einfach.

Tja auch das Speichern von Spielständen sind wir anders gewohnt. Denn bei Zelda haben wir einfach immer und überall gespeichert, wann immer wir wollten und ich muss sagen das hat mir persönlich immer gut gefallen, denn wenn ich wirklich mal schnell weg muss oder sonst was speichere ich mach die Konsole aus und alles ist gut. Doch die lieben Nintendo Mitarbeiter haben sich für diesen Teil etwas Neues einfallen lassen. Man kann nicht mehr immer und überall speichern, wie man möchte. Dies muss man nun mit Hilfe von Statuen erledigen. Mit denen man auch vom Erdreich ins Wolkenreich wechseln kann. Bislang standen zum Glück eigentlich immer und überall reichlich Statuen rum. Wie sich dies in einem Dungeon verhält kann ich noch nicht sagen da ich gestern nur schnell bis zum Ersten gelaufen bin und noch nicht drin war.

Im Großen und Ganzen kann ich also bislang sagen, dass sich viele Dinge im Spiel geändert haben. Ob positiv oder negativ ist natürlich jedem Selbst überlassen. Die Grafik finde ich wie gesagt im Nachhinein also doch nicht mehr so schlimm, dafür gefallen mir andere Dinge nicht so gut. Im Moment würde ich also sagen, dass meine Einstellung zum Spiel etwa 50:50 ist. Mir drängt sich halt leider immer mehr das Gefühl auf, dass man versucht aus Zelda ein Spiel zu machen, das es nicht ist bzw. es in eine Richtung zu drängen, die einfach nicht passt.

So viel also erst mal zum ersten Eindruck. Falls euer Eindruck ein anderer war bzw. ist, so hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar.

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